{"id":516,"date":"2015-07-04T10:36:21","date_gmt":"2015-07-04T08:36:21","guid":{"rendered":"http:\/\/kettenhun.de\/?p=516"},"modified":"2015-07-04T10:42:35","modified_gmt":"2015-07-04T08:42:35","slug":"mt-ventoux-2015","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kettenhun.de\/?p=516","title":{"rendered":"Mt. Ventoux 2015"},"content":{"rendered":"<h1 style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #0000ff;\">Zum Mt. Ventoux 2015<\/span><\/h1>\n<h4 style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #999999;\">3 Tagen, 12 Stunden \/ 1150km<\/span><\/h4>\n<p><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/kettenhun.de\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/2015-06-13-22-44-51-1.jpg?ssl=1\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-531\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/kettenhun.de\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/2015-06-13-22-44-51-1.jpg?resize=298%2C300&#038;ssl=1\" alt=\"2015-06-13-22-44-51-1\" width=\"298\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/kettenhun.de\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/2015-06-13-22-44-51-1.jpg?resize=298%2C300&amp;ssl=1 298w, https:\/\/i0.wp.com\/kettenhun.de\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/2015-06-13-22-44-51-1.jpg?resize=150%2C150&amp;ssl=1 150w, https:\/\/i0.wp.com\/kettenhun.de\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/2015-06-13-22-44-51-1.jpg?resize=1019%2C1024&amp;ssl=1 1019w, https:\/\/i0.wp.com\/kettenhun.de\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/2015-06-13-22-44-51-1.jpg?w=1073&amp;ssl=1 1073w\" sizes=\"(max-width: 298px) 100vw, 298px\" data-recalc-dims=\"1\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #999999;\"><strong>Die Reise zum wei\u00dfen Riesen oder die Aufnahme in den Club der Verr\u00fcckten,<\/strong> <\/span><br \/>\nder wei\u00dfe Riese davon spricht der Volksmund in Frankreich, wenn er sich ehrf\u00fcrchtig vom Mt. Ventoux dem 1960m hohen Berg in der s\u00fcdfranz\u00f6sischen Ebene \u00e4u\u00dfert.<br \/>\nNach der Radfahrt im letztem Jahr von Kirberg nach Berlin, innerhalb zweier Tage und \u00fcber 500km, sollte es in diesem Jahr wieder eine ganz besondere Tour werden.<br \/>\n<!--more-->Maximilian Will, Oliver Vitt aus H\u00fcnfelden und Dirk Meyer aus Taunusstein \u00fcberlegten nicht lange, nachdem sie von einem Club der Verr\u00fcckten geh\u00f6rt hatten. Den Club der Verr\u00fcckten kann ein jeder beitreten, der den Mt. Ventoux an einem Tag, mit dem Fahrrad von allen drei Seiten, min. einmal hochgefahren ist.<br \/>\nVerr\u00fcckt sind die drei schon lange, aber dieses jetzt amtlich zu best\u00e4tigt wissen, das ist eine neue Herausforderung.<br \/>\nUnd was ist noch verr\u00fcckter als den Berg dreimal hochzufahren, am besten startet man doch direkt vor der Haust\u00fcr, also in H\u00fcnfelden, bzw. in Taunusstein.<br \/>\nInnerhalb von weniger Tage planten also die Drei die Reise zum legend\u00e4ren Mt. Ventoux, dem Berg an dem schon so viel Radsportgeschichte geschrieben wurde, sp\u00e4testens nach dem spektakul\u00e4rem Tod von J. Simpson bei der Tour der France 1966 ist dieser Berg zum Radsportmekka geworden, an diesem Berg versuchen sich in jedem Jahr eine Heerschar von Hobbysportlern und nat\u00fcrlich steht der Mt. Ventoux auch immer wieder auf den Programmen der ber\u00fchmten Radrennen.<br \/>\nMit seinen 1960m ist der Mt. Ventoux nicht ein besonders hoher Berg, aber wie der Name es schon sagt (Ventoux, der Windige) herrschen dort eigene Gesetze der Elemente, von einem zum n\u00e4chsten Moment kann sich ein strahlender Sonnentag in ein von Urgewalten beherrschtes Get\u00f6se verwandeln.<br \/>\nAber immer der Reihe nach, am 3. Juni um 4:45 fiel der Startschuss zu einer Etappe mit ereignisreichen Impressionen und Erlebnissen, in ein Land mit netten Menschen und toller Landschaft, in ein Land voll Radfahrverr\u00fcckten.<br \/>\nDie Strecke f\u00fchrte schon nach knapp 40km \u00fcber die Grenze\u2026Nein nicht \u00fcber die Grenze nach Frankreich, es ging \u00fcber die Theodor Heuss Br\u00fccke, nach Rheinland Pfalz von dort immer nahe am Rhein entlang, so dass die drei Fahrer nicht viel H\u00f6he \u00fcberwinden mussten, am ersten Tag ging es mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von \u00fcber 32km\/h knapp 365km! weit, nur etwa 50km von Muhlouse entfernt.<br \/>\nEingekehrt wurde in einer netten Pension, die Besitzerin wollte noch beim Gep\u00e4ck behilflich sein, doch alles was die drei Herrn dabei hatten, war in den Trikottaschen und in einer kleinen Satteltasche verstaut, es sollte mit leichtem Gep\u00e4ck verreist werden, nichts sollte den Geschindigkeitsrausch gen S\u00fcden behindern.<br \/>\nNach einem reichhaltigem Fr\u00fchst\u00fcck ging es am n\u00e4chsten Tag schon wieder fr\u00fch auf die R\u00e4der, nach etwa 40km nach der Grenze kam es zu einem Speichenbruch bei Oliver am vorderen Rad, aber Ersatz war schnell gefunden, in einem kleinen Ort gab es zum Gl\u00fcck ein Radgesch\u00e4ft, dass ein neues Vorderrad vorr\u00e4tig hatte und nachdem Oliver von seiner Reise und seinem Vorhaben erz\u00e4hlt hatte gab es das ganze nat\u00fcrlich zu einem Spezialpreis, noch mit guten W\u00fcnschen ausgestattet ging es weiter durch sehr sch\u00f6ne Landschaften, durch romantisch gelegene D\u00f6rfchen, dabei trafen die drei immer wieder auf nette Menschen, wie z.B. in einem Ort wo die drei nach etwa 200km auf der Suche nach einem Mittagessen waren, alle Gesch\u00e4fte und Restaurants waren geschlossen, nur bei einem standen noch Tische unter einem gro\u00dfem Baum, sehr einladend, aber die Besitzerin signalisierte dass es nix zum Essen gibt, nur etwas zu Trinken, na gut wenigstens etwas.<br \/>\nAber langsam wich die Zur\u00fcckhaltung einem leichtem Interesse an den drei Radfahren und sp\u00e4testens als der Ventoux genannt wurde brach das Eis und pl\u00f6tzlich gab es doch etwas f\u00fcr den Magen, gereicht wurde eine riesige K\u00e4seplatte, Salat aus dem Garten wurde zubereitet und nat\u00fcrlich Baguette, am liebsten w\u00e4ren die drei unter dem Baum in dem franz\u00f6sischen D\u00f6rfchen geblieben, aber das Ziel stand ja fest, so ging es noch fast bis zu Kilometer 300 und auch hier hatten die Abenteurer wieder Gl\u00fcck, kurz vor dem Einbruch der Dunkelheit und einem Regenguss erreicht sie ein Hotel, hier wurde noch gut zu Abend gegessen, ersch\u00f6pft, aber mit voller Vorfreude auf den n\u00e4chsten Tag ging es dann zu Bett, doch alles sollte ganz anders werden\u2026<br \/>\nDer Tag fing gut an, es wurde ordentlich Tempo gemacht, ein h\u00f6heres Tempo erreicht man beim Radfahren in der Gruppe indem man seinem Vordermann bis auf Reifenbreite auff\u00e4hrt, man nutzt so optimal den Windschatten des Vordermanns, und wechselt sich so immer wieder von vorn nach hinten ab.<br \/>\nEine solche Fahrweise birgt aber auch Risiken, man muss seinem Vordermann schon sehr vertrauen, weil man selbst nach vorne nichts sieht, an einer Kreuzung auf einer wenig befahrenen Landstra\u00dfe ist es dann auch passiert, ein Motorradfahrer war im Begriff den drei die Vorfahrt zu nehmen, Max schaffte es noch mit einem hartem Antritt \u00fcber die Kreuzung, Oliver blieb als einzige M\u00f6glichkeit einen Unfall zu vermeiden, hart an der Bremse zu ziehen, durch den pl\u00f6tzlichen Stopp konnte Dirk eine Kollision nicht mehr mit seinem Vordermann vermeiden, Dirk st\u00fcrzte mit seinem Rad auf den rauen Asphalt und blieb liegen\u2026<br \/>\nVoller Panik st\u00fcrzten Maximilian und Oliver zu ihrem Kameraden, der aber schon wieder benommen aufstand, aber im gleichem Moment andeutete, dass die Reise an dieser Stelle zu Ende sei, f\u00fcrchterliche Schulterschmerzen und Atembeschwerden waren die Folgen des Sturzes.<br \/>\nDirk radelte noch etwa 10km weiter bis ins n\u00e4chste Ort, von dort wurde er nach Hause gefahren, wo im Krankenhaus ein Schl\u00fcsselbeinbruch und ein Lungensturz festgestellt wurden.<br \/>\nAn ein Erreichen des Ziels an diesem Tag war nun nicht mehr zu denken, alleine wegen der Verz\u00f6gerung, aber auch Maximilian und Oliver waren geschockt und traurig dass sie nun nicht mehr zu dritt waren.<br \/>\nDie beiden radelten aber noch bis zu km 200 und auch an diesem Abend zog sich der Himmel immer weiter zu, bis pl\u00f6tzlich ein Unwetter \u00fcber dem Land sich ergoss, mit ihren d\u00fcnnen Trikots waren sie dem Hagel und Regen schutzlos ausgeliefert, doch an einer Seitenstra\u00dfe fanden die beiden zumindest etwas Schutz unter dem Dachvorsprung einer Scheune.<br \/>\nAuf einmal bog ein Auto in die Seitenstra\u00dfe ein der Fahrer erblickte die beiden durchgefrorenen Sportler und deutete an ihm bis zu seinem Haus zu folgen, nach etwa hundert Metern standen die zwei kn\u00f6cheltief im Wasser, im Vorgarten eines \u00e4lteren Ehepaars, die sogleich andeuteten doch ins warme Haus zu kommen, die gestrandeten wurden zun\u00e4chst mit Handt\u00fcchern versorgt, dann gab es eine riesige Pfanne mit Speck und Eiern, nat\u00fcrlich Rotwein und K\u00e4se, w\u00e4hrend die beiden Ihre Geschichte dem Ehemann erz\u00e4hlten, machte die Dame des Hauses auch wie selbstverst\u00e4ndlich das G\u00e4stezimmer zurecht, recht fr\u00fch ging es auch schon als bald ins Bett.<br \/>\nAm n\u00e4chsten Morgen gab es schon wieder einen reichhaltig gedeckten Tisch, nach dem Fr\u00fchst\u00fcck sollte es eigentlich auch gleich losgehen, aber die Verabschiedung und Photodokumentation schob sich noch ein wenig in die L\u00e4nge\u2026<br \/>\nNoch ca. 140 km bis zum lange ersehntem Ziel, mittlerweile waren die Temperaturen aber schon weit \u00fcber die 30\u00b0C gestiegen, gut dass es bald bergauf f\u00fchren w\u00fcrde und es etwas k\u00fchler werden sollte, endlich am Fu\u00dfe des Ventoux angekommen ging es von Malauc\u00e8ne den legend\u00e4ren Anstieg hoch zum Gipfel, 21km mit durchschnittlich 8% Steigung und einigen Rampen bis zu 15% waren zu bew\u00e4ltigen. Nach 1:50h waren die zwei auf dem Gipfel, das nach genau 3 Tagen und 12h und insgesamt \u00fcber 1100km!<br \/>\nGerne h\u00e4tten die beiden Ihren Kameraden auf dem Gipfelphoto mit drauf gehabt, aber manches kann man im Leben nicht \u00e4ndern und die sch\u00f6nen Momente w\u00fcrden sich nicht von den schlechten unterscheiden, g\u00e4be es die Schlechten nicht.<br \/>\nDas Ziel war erreicht, ein weiteres liegt davor, vom Mt. Ventoux ging es nochmal ca. 100km nach Avignon und von dort mit dem Zug nach Hause.<\/p>\n<div id='gallery-1' class='gallery galleryid-516 gallery-columns-3 gallery-size-thumbnail'><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/kettenhun.de\/?attachment_id=526'><img width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/kettenhun.de\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/Tag12.jpg?resize=150%2C150&amp;ssl=1\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/kettenhun.de\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/Tag12.jpg?resize=150%2C150&amp;ssl=1 150w, https:\/\/i0.wp.com\/kettenhun.de\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/Tag12.jpg?zoom=2&amp;resize=150%2C150&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/kettenhun.de\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/Tag12.jpg?zoom=3&amp;resize=150%2C150&amp;ssl=1 450w\" sizes=\"(max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div><\/figure><figure 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